Die kluge Frau – und der kluge Mann – bauen vor

Unter einer Osteoporose versteht man eine Verminderung der Knochenmasse, die zu einer erhöhten Neigung zu Knochenbrüchen führt.

Jeder Mensch verliert im Alter auf natürliche Weise an Knochensubstanz, aber nicht jeder entwickelt eine Osteoporose. Individuelle Risikofaktoren (genetische Veranlagung, Ernährung, Lebensstil, internistische Erkrankungen) erhöhen die Erkrankungswahrscheinlichkeit. Der vielleicht wichtigste Risikofaktor ist das Geschlecht. Frauen haben ein vielfach höheres Risiko, Osteoporose zu bekommen als Männer. Besonders in den Wechseljahren kann eine rasche Verringerung der Knochenmasse passieren. Vorbeugende Maßnahmen umfassen zum einen körperliche Bewegung, wobei sogenannte „high impact“ Sportarten, die mit starken Kräften auf Knochen und Muskeln wirken (z.B. Tennis, Jogging, Aerobic, Ballspiele, Tanzen), ideal sind. Weiters ist auf eine ausreichende Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr zu achten. Besonders reich an Kalzium sind Milchprodukte. Vitamin D wird unter dem Einfluss von Sonnenlicht (UV-Strahlen) in der Haut gebildet. Da diese Fähigkeit mit zunehmendem Alter nachlässt, wird insbesondere älteren Menschen empfohlen, zumindest in den Wintermonaten zusätzlich Vitamin D in Tropfenform zu sich zu nehmen.

Gefürchtete Folge der Osteoporose sind Brüche an der Wirbelsäule und am Oberschenkelhals, die mit Schmerzen und Aktivitätsverlust bis hin zur Pflegebedürftigkeit einhergehen.

Die frühe Diagnose ist entscheidend für eine erfolgreiche Osteoporosetherapie. Die Methode der Wahl in der Knochendichtemessung ist die DEXA - Methode, die bei fehlenden Kontraindikationen an der Lendenwirbelsäule und an einem Schenkelhals zu erfolgen hat. Die Interpretation der Werte ist von einem Spezialisten durchzuführen, der unter Berücksichtigung eventuell vorliegender Risikofaktoren eine individuelle Behandlung finden wird.

Bei einer nachgewiesenen Osteoporose sind vorbeugende Maßnahmen nicht mehr ausreichend und Medikamente kommen zum Einsatz. Bei allen akuten Schmerzen ist vorerst auf eine ausreichende Schmerzbehandlung zu achten. Es gilt, so rasch wie möglich wieder Bewegungsfähigkeit zu erreichen und die Dauer der Behinderung kurz zu halten. Zusätzlich kann Zementeinbringung eingebrochene Wirbelkörper stabilisieren.

In der Dauerbehandlung der Osteoporose stehen eine Reihe sehr wirksamer Medikamente zur Verfügung, die dem Knochenabbau entgegenwirken, ja sogar den Knochenanbau fördern können. Neben selektiven Östrogenmodulatoren, Strontiumranelat und Parathormon haben Bisphosphonate in oraler und parenteraler Form ihren festen Platz in der Osteoporosetherapie. Bei fehlender Wirksamkeit steht uns als sehr potente Alternative Denusomab zur Verfügung.

Vorbauen heißt bei Osteoporose möglichst frühzeitig mit vorbeugenden Maßnahmen (= Bewegung und Ernährung) zu beginnen und diese in jedem Lebensalter fortzusetzen. Ebenso ist eine rechtzeitige DEXA Messung eine gute Methode, um eine wirksame Therapie bereits vor dem ersten Knochenbruch zu etablieren. 

WLM Stadtausstellungs GmbH